Haukadalsskógur

Haukadalur, historischer Bauernhof. Zur Sagazeit wohnten hier die Nachkommen von Gissur Ísleifsson, dem zweiten Bischof zu Skálholt. Sein Bruder Teitur Ísleifsson gründete hier im 11. Jh. eine Schule.

Neben dem Friedhof markiert ein Grabstein die letzte Ruhestätte des Riesen Bergþór aus dem Berg Bláfell, der aus vielen Volkssagen bekannt ist. Der Eisenring an der Kirchentür soll von seinem Stab stammen. Auch die 1,4m lange Eisenspitze seines Stabs war noch bis ins 16. Jh. hinein im Besitz der Kirche.

Haukadalur war anfangs mit Birkenwald bewachsen. Schon bald nach der Besiedlung Islands ging der Waldbestand zurück; Wind– und Sanderosion verwüsteten große Teile des Weidelandes.

Der Däne Kristian Kirk stiftete eine Geldsumme, um die Ländereien aufzukaufen.

1938 wurde das Gebiet unter Naturschutz gestellt. Seitdem hat die staatliche Forstkommission intensive Wiederaufforstungsmaß­nahmen betrieben. An Kirk erinnert ein Obelisk.

Haukadalur liegt in einem der größten Geothermalgebiete des Landes. Hauka­dal­sskógur,, Nationalwald.